Wie ich zum Rollenspiel kam

Der Januar-Rollenspielkarveval zum Thema Einstieg ins Rollenspiel

bringt mich dazu, wieder mal was zu posten. Vielleicht führt das zu mehr Aktivität meinerseits.

Ich beginne mal mit der Frage, wie mein Einstieg war.

In den ganz früheren 80er Jahren war ich Pfadfinder. Und auf einem Zeltlager kursierten die Abenteuer-Spiele-Bücher von Steve und Ian Livingston. Darin spielte man eine einzelne Figur, die ein Abenteuer in einer Fantasywelt erleben sollte. Man hatte ein paar Werte auf einem Zettel und ein paar Würfel zur Hand, alternativ waren an den Ecken der Seiten Würfel aufgedruckt, die man wie ein Daumenkino benutzen konnte. Wenn man stoppte, hatte man ein Würfelergebnis.
An Anfang des Buches wurde eine Ausgangssituation vorgestellt, was man erledigen sollte und worum es ging.Dieser Abschnitt hatte die Nummer 1 als Überschrift. Dann kam die erste Entscheidung, etwas eine Kreuzung, wo man sich für einer der Himmelsrichtugnen entscheiden musste. Jede Richtung verwies dann auf einen Abschnitt im Buch, der eine eigene Nummer hatte. Nur nicht gleich im Anschluss, sondern quer im Buch verteilt.
So wurde man immer in kurzen Abschnitten durch die Handlung geführt, musste seine Entscheidung treffen und dort weiter lesen. Ab und zu auch kämpfen, was mit Hilfe der Werte und Würfel geschah. Und man konnte dabei scheitern.
Diese Bücher waren der Anfang. Bis Im Herbst 1983 in der Spielwarenabteilung die rote Dungeons and Dragons Basisspiel sah. Unter dem Titel stand Rollenspiel drunter.
Ich war zunächst verwirrt, was sollte das sein ? Pappfiguren mit denen Man Geschichten nachspielt ?
Wenig später las ich im Science-Fiction Jahrbuch des Moewig-Verlages einen Artikel von Dr. Lutz Reimers zum Thema Rollenspiel. Er erklärte in seinen Worten sehr fesselnd, was das ist und worum es geht.
Ich war gefesselt, und noch vor Weihnachten kaufte ich mir zum Unwillen meiner Eltern die Basisbox.
Drin befanden sich einige dünne Heftchen, die die Spielregeln von Dungeons and Dragons und Rollenspiel allgemein erklärten.
Was soll ich sagen, ich war sofort davon begeistert. Damals von der Idee, eine Figur in einer Fantasywelt zu spielten die durch die Lande reißt, durch Dungeons zieht, Monster erschlägt, Schätze hortet und ihre Fähigkeiten verbessert.
Ich sammelte Schulkameraden um mich und erklärte ihnen das Spiel. Bald waren wir eine erste kleine Gruppe, die auf einfache Art Spaß daran hatten. Damals ohne viel Anspruch an Setting und Rollenspiel für eiin paar Stunden am Nachmittag.
So verbrachte ich meine ersten Jahre als Rollenspieler. Wir brachten und alles selber bei, schrieben viele Abtneuer und einfache Settingteile selber.
Schnell kamen andere Regelsysteme dazu: Traveller, Schwerter und Dämonen, Shadowrun usw. Doch lange blieb, auch bei wechselnden Gruppen und Spielern, das Spielziel relativ gleich. Eine Wandlung setze erst in den 90ern ein.
Aber das ist eine andere Geschichte, die nichts mit dem Einstieg zu tun hat.
Deshalb beende ich den Beitrag an dieser Stelle.

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