Wie sich die Zeiten ändern…

Mitte der Neunziger Jahre las ich mit großer Begeisterung einige Vampir-Romane: Anne Rices Vampir-Chroniken, S.P.Somtovs Trilogie um den Vampir Timmie Valentine und einige andere mehr. Als dann das Rollenspiel Vampire: Die Maskerade auf Deutsch erschien, war ich Feuer und Flamme. Ein Rollenspiel über Vampire, das sich um Intrigen und Politik dreht, war genau was ich wollte. Als Fan von Verschwörungstheorien war ich in meinem Element. Die anderen OWOD-Systeme nahm ich nur am Rande wahr.

Ende 1998 startete dann die Lübecker Live Domäne, der ich zunächst als Spieler beitrat, um sie später bis 2005 zu leiten. Seitdem liegt auch meine Beschäftigung mit Vampire brach.

Als die NWOD erschien, kaufte ich mir zwar das GRW sowie die drei Hauptbücher über Vampire, Werwölfe und Magier, habe diese bis heute aber nicht wirklich gelesen.

Nun habe ich mir Changeling: The Lost gekauft und angefangen zu lesen, und dieses neue Setting vermag es, mich in seinen Bann zu ziehen. Noch sind es nur wenige Seiten, aber spannend klingt es schon.

Dabei wurde mir heute eines klar: Ich glaube, ich würde heute bei Requiem wahrscheinlich nicht mehr so viel Faszination empfinden wie seinerzeit bei Maskerade. Vampire sind mir irgendwie mittlerweile zu trocken. Es fehlt das bunte, exotische, ungewöhnliche Element. Denn durch hunderte Filme und Bücher sind sie vor allem eines – gewöhnlich.

Bei allen Verbesserungen, die Requiem gegenüber der Maskerade erfahren hat, bleiben es halt doch Vampire, die selben Blutsauger mit verändertem Setting.

Ich werde meiner Sammelleidenschaft wahrscheinlich mit Changeling und Mage frönen, die mich im Augenblick am meisten Interessieren.

Advertisements