Shadowrun4 – Das Fiasko

Ich habe einige Zeit nichts mitgeschrieben, was daran liegt, dass ich ungerne über Niederlagen schreibe. Aber ich sollte das doch tun.

Aber beginnen wir da, wo wie weiter gemacht hatten.

Wir knackten das Magschloss der Tiefgarage und dranken in die Tiefgarage des Hauses ein. Unten angekommen fanden wir zunächst keine Überwachungskameras, kamen aber irgendwann zu einem Fahrstuhl und einem Treppenhaus. Wir entschlossen uns den Fahrstuhl nach oben zu nehmen, da wir vermuteten, dass beim Öffnen der Treppenhaustür ein Alarm ausgelöst würde.

Naja, was soll ich sagen, der Fahrssthl, den wir gerufen hatten, fuhr ein Stück, als zwei Watchergeister in der KAbine auftauchten und uns umschwirrten. Dann hielt er, die Tür ging auf und zwei Dobermann-Drohnen wartten auf uns und eröffneten das Feuer. Die Geister beseitigte unsere Magierin Roter Lotus, die Kämpfer kümmerten sich um die Drohnen.

Tür wieder zu und weiter, dachten wir zumindest.

Denn nur wenige Stockwerke später stoppte er wieder, diesmal zwischen zwei Stockwerken.

In der Falle !

Ich versuchte noch, durch die Matrix die Spinne (Sicherheitshacker) des Gebäudes auszuschalten, doch vergebens, er grillte mich regelrecht (was auch daran lag, dass wir den Bonus von 2 Würfeln durch ein heißes Komlink übersehen hatten).

Es dauerte einige Zeit, bis wir uns mit ein wenig Sprengstoff ein Loch in die Decke bekommen hatten und dadurch nach draußen kamen. Wir kletterten dann zur nächsten Etage hoch und verschanzten uns dort.

Kurz darauf höhrten wir von unten aus der Kabine vollautomatisches Feuer.

Anscheinend hatte die Spinne ein SEK-Team gerufen.

Dieses warf zwei Granaten in unser Stockwerk, eine Betäubungsgranate und eine Brandgranate. Die beiden Geschosse schalteten uns dann komplett aus.

Flatline, tot, aus die Maus !

Das hätte das Ende sein können. Doch wir entschieden uns als Spieler uns SL dafür, das das ein virtueller Proberun war und wir halt gnadenlos gescheitert waren.

Der reale Folgeauftrag war natürlich flöten, der Ruf vorerst ruiniert und wir bekamen nur einen minimalen Karmapunkt.

Fortsetzung folgt.

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Ich lebe noch

War das wirklich am 18. März, das ich zuletzt etwas geschrieben habe ? Ich habe meinen Blog zugegebenermaßen schleifen lassen, so wird es endlich mal wieder Zeit, etwas zu schreiben.

Zuerst mal ein Update zu den Gruppen, in denen ich spiele:

Die DSA4-Gruppe in der ich Spieler bin, hat die Simyala-Kampagne mittlerweile abgeschlossen, und alle inklusive Spielleiter sind froh darüber. Nun hat es uns ins Bornland verschlagen, wo wir noch nicht wissen, was uns erwartet.

In der von mir geleiteten Gruppe bewegen sie die zukünftigen Gezeichneten immer noch auf die Kampagne zu, wobei Mario leider aussteigen musste und dafür Steffie hinzugekommen ist. Wir sind dazu übergegangen, mit Zeitsprüngen zu arbeiten, um vermutlich im Herbst endlich mit Alptraum ohne Ende zu starten. Im Augenblick befindet sie dich Gruppe in Grangor, wo sie heute einen ganz besonderen Auftrag bekommen sollen. Im Anschluss folgt dann Staub und Sterne, das Prolog-Abenteuer zur Kampagne. Die Erlebnisse aus Charaktersicht kann man in Sendijians Tagebuch nachlesen.

Die Fading-Suns-Runde hat die von Gerald geleitete Kampagne abgeschlossen, tief unter Ravenna eine uralte Anlage aus der 2. Republik entdeckt, bei ihrer Rückkehr 1,5 Jahre verloren und sucht nun nach dem Planeten des Vergessens.

Die Midgard-Runde ist in Alba, wo sie einem Magier und Adeligen dabei hilft, hinter das Geheimnis der Runenklingen zu kommen.

Die Cthulhu-Runde hat mit der „In Nyarlathotep Schatten (INS)“ Kampagne begonnen und versucht, hinter das Geheimnis des Todes von Jackson Elias zu kommen.

Glorantha – Lektion I: Vergeßt Klischees

Glorantha ist keine Kugel, die zusammen mit anderen Planeten um eine Sonne kreist. Glorantha ist ein Erdwürfel, der in einem endlosen Meer schwimmt, kugelförmig umgeben von den überirdischen Ebenen.

Die Oberfläche dieser Welt wird von den verschiedensten Wesen bewohnt: Menschen, den pflanzlichen Adlyami(Elfen), Trollen, Enten und natürlich Tiere und Pflanzen. Unter der Erde leben die Mostali(Zwerge) in ihren Höhlen, und ganz unten ist die Unterwelt, in die der Sonnengott Yelm jeden Abend zurückkehrt, wo er einst gefangen war, nachdem er getötet wurde und dadurch die Trolle an die Oberfläche getrieben hat.

Glorantha ist durch und durch von Magie durchdrungen. Jedes Wesen kann ein wenig Magie, und sei es nur ganz einfache Magie wie das Heilen einer Wunde bei einem Kind. Aber auch jedes Tier, jede Pflanze, jeder Hügel oder Berg kann magisch sein.

Auch das Feeling ist ein anderes. Glorantha ist kein klassisches Mittelalter-Setting. Das allgemeine Gefühl ist eher das des Altertums, mit Römern, Kelten, Griechen als Vorlage. Begünstigt wird das auch dadurch, da0ß das vorherrschende Metall Bronze ist.

So, vielleicht habe ich damit schon ein wenig Neugierig gemacht. Mehr demnächst.

Kampf und Gewalt im Rollenspiel

In unserer Midgard-Runde war es bisher immer so, dass wir Kämpfe versucht haben zu vermeiden; oder daß wenn wir schon kämpfen mussten, möglichst Tote vermieden. Das Midgard-Regelwerk mit seiner Ausdauerpunkte-Regelung macht das ja auch möglich, ergeben sich doch die meisten intelligenten Wesen Midgard meist, wenn sie wehrlos sind.

Nun haben wir vor einiger Zeit das Abenteuer „Klingensucher“ der für Einsteiger gedachten Runenklingen-Kampagne begonnen. Dabei geht es darum, ein Buch aus einer alten verlassenen Zwergenbinge herauszuholen. Dummerweise wird die Binge doch wieder bewohnt, nämlich von Orks.

Wir hatten nun die Möglichkeit, den Haupteingang zu stürmen, der schwer bewacht war; oder den schwach bewachten Nebeneingang zu wählen. Wir entschieden uns für Möglichkeit zwei, deren Wächter wir in mehreren Angriffen ausschalteten um dann einzudringen. Durch eine Unachtsamkeit wurden wir von einigen Orks überrascht, einem Schamanen und mehreren Orkkindern.

Danach waren wir schwer angeschlagen und brauchten mehrere Midgard-Tage Pause, was zeitgleich mit dem Ende des Spieltages geschah.

In der Folge tauchte dann die Diskussion auf, die zum Anlass dieses Beitrages wurde, nämlich dass Rubino meinte, er lehne eigentlich Abenteuer und Pläne ab, die einen Angriff auf Gegner zur Bedingung haben, mit dem Ziel, diese zu töten, zumal hier auch noch Kinder im Spiel waren. Außerdem werden hier die Orks als Schlachtvieh genutzt.

Nun vermischt hier der Spieler seine persönliche Meinung und die des Charakters. Deshalb wollte er auch aus beiden Gründen am liebsten das Abenteuer abbrechen.

Hier treten dann Unterschiede in der Sichtweise der Spieler Christoph und Rubino auf. Denn ich unterscheide durchaus zwischen Spielermeinung und Charaktermeinung. Bin ich auch ein friedliebender Mensch, sind es meine Charaktere nicht unbedingt. Beim Charakter kommt es auf den Hintergrund des selbigen an. Und jemand, der in einer Umgebung aufgewachsen ist, in der Orks eine Landplage sind, die die Menschen überfallen, töten und ausplündern; und Oger Menschen verschleppen und zum Dinner zu sich nehmen, dann ist es für den Charakter normal, daß diese Wesen auf Sicht getötet gehören und ein Kopfgeld ausgesetzt ist.

Ein Charakter hingegen, der aus einer Kultur stammt wie Aengus, der seiner druidischen Weltsicht heraus auch Orks als Kinder Nathirs sieht, die ebenso eine Platz auf Midgard haben wie Menschen, Zwerge und Elfen, sieht das natürlich ganz anders. Da mag es zwar eine Verteidigung gegen Orks geben, wenn diese irgendwo angreifen, aber es gibt zumindest keinen Angrifskrieg oder Kopfgelder.

Ein Charakter gar, der aus einem Land kommt, das weit von Orks entfernt ist, kennt natürlich diese Probleme gar nicht und mag das ganze wiederum anders sehen.

Unsere Gruppe konnte sich auf den friedlichen Weg einigen und hat das Gros der Orks umgangen, auch weil wir einen kurzen, direkten Weg zum gesuchten Buch gefunden  haben, aber in einer anderen Gruppe hätte das sicherlich zu tieferen Diskussionen geführt.  Aber solche unterschiedlichen Einstellungen der Charaktere gehören zum Spiel dazu. Wichtig ist nur, dass man die Basis zum gemeinsamen reisen behalt, und nicht auf die Schiene „Mein Charakter würde das niemals tun“ die Gruppe zerreisst.

Ich hoffe, Rubino, ich habe deine Einstellung ungefähr getroffen und meine Einstellung gut genug erklärt.