Sowas wie ein Konzept für eine Kampagne

In den letzten Monaten habe ich mich als Spielleiter beim Song of Ice and Fire Rollenspiel (SIFRPG) und als Spieler in der „Jahr des Feuers“-Kampagne bei DSA mit Politik beschäftigt.

Dabei kamen mir mehrere Dinge in den Sinn:

  1. Politik macht nicht so richtig Spaß, wenn man am Geschehen nicht beteiligt ist sondern nur Seitenquesten macht währen die wichtigen Leute Geschichte schreiben, die man eh nicht beeinflussen kann.
  2. Als SL fehlen mir die Ideen, ständig Stoff für politische Szenarien zwischen Adeligen zu haben.
  3. Außerdem liegt das Spiel in der Politik nicht jedem und manch einer hat einen Charakter, der sich da schlecht einbinden lässt sondern im „klassischen“ Abenteuer besser aufgehoben ist.

Daraufhin entstand in mir die Idee, ob man das nicht beides verbinden kann, so dass man politische Abenteuer mit eher klassischen Abenteuern abwechselt, so dass jeder Spieler mal etwas für seinen Geschmack bekommt. Und die gewöhnlicheren Abenteuer können natürlich auch wunderbar die Politik unterstützen.

Nun ist mir klar, dass die Idee so neu nicht ist. DnD machte das früher mit den Named Leveln ja so, dass man da zu Macht kam, und es gibt bestimmt den einen oder anderen SL, der so was regelmäßig macht, aber für mich ist das was Neues.

Im Vorwege stellen sich mir nun zwei Fragen:

1.  Welches Regelwerk verwende ich?

Dazu sage ich mal, was ich von den Regeln erwarte. Zum einen sollen sie fein granuliert genug sein, um damit viele Situationen lösen zu können und Unterschiede zwischen den Charakteren darzustellen, aber trotzdem nicht zu kompliziert sondern mit einem Grundmechanismus, den man sich leicht merken kann. Und er sollte den SCs viel Entwicklungsspielraum geben, wie der SC weiterentwickelt werden kann. Neben meinen Vorlieben für Attacke und Parade soll es ein Point-Buy oder Lifepathsystem enthalten (am besten alternativ auswählbar) und freie Steigerung ermöglichen. Außerdem sollen spannende Regeln für kämpferische wie soziale Konflikte sowie für Konflikte zwischen Staaten enthalten sein. Und zu guter Letzt soll es natürlich Politik und gewöhnliche Abenteuer unterstützen und das beides zusammen führen.

Irgendwie kommt mir da immer Reign in den Sinn, das irgendwie wie geschaffen für so ein Spiel zu sein scheint. Es bietet genug Regeln, um viele Situation zu lösen und mit den Company Roles einfache, schnelle Regeln, um Konflikte zwischen Organisationen und Staaten zu lösen. Allerdings nur abstrakt, was aber vielleicht ausreichend ist. Mit den Esoteric Pathes kann man dann noch die Charaktere ein wenig in verschiedene Richtungen ausbauen.

Dann gibt es natürlich die SIFRPG-Regeln, die aber mehr für das Spiel in der Hochpolitik gemacht scheinen und für das einfache Abenteurerspiel schwierig sind, vor allem da man die Charaktere sehr schnell ausreizen kann. Gut umgesetzt sind die die Werte für Häuser und die Entwicklung derselbigen sowie das soziale Kampfsystem adäquat zu den normalen Kampfregeln. Dafür hat es ein Massenkampgsystem, das auf Einheitenkampf mit Battlemap basiert, also nur etwas für Strategen.

Die Frage wäre nun, gibt es noch weitere Systeme, die sich für meine Kampagne eignen und die verschiedenen Spielebenen unterstützen?

2. Das Setting

Ein Spiel wie ich es mir vorstelle benötigt natürlich ein entsprechendes Setting, das sich für ein Spiel um streitende Reiche dreht. Außerdem darf es nicht zu dicht besiedelt oder erforscht sein, so dass unbekanntes Gelände zum Ausgestalten und erforschen da ist. Als Genre schwebt mir am ehesten Fantasy vor, da ich damit noch am meisten anfangen kann.

Einfallen tun mir Setting wie Cathay von Earthdawn (brandneu), Rogugan von L5R, Alba von Midgard, Das Horasreich oder Al’Anfa von Aventurien, Westeros eventuell oder das zweite Zeitalter von Runequest. Es mag auch noch einige andere geben.

Oder ich baue mir zum ersten Mal selber ein Setting. Denn bis auf dahin gemalte Hexkarten in meiner Anfangszeit habe ich so was noch nie gemacht. Das wäre eventuell ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem ich Hilfe gebrauchen könnte.

Den Thread zu möglichen Reign-Settings im Tanelorn kenne ich natürlich und beziehe ihn in meine Überlegungen mit ein, aber vielleicht gibt es ja noch weitere Ideen aus der Community.

Diskuttiert werden kann jetzt auch hier:

http://forum.rsp-blogs.de/index.php/topic,773.msg2244.html#msg2244

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3 Kommentare zu “Sowas wie ein Konzept für eine Kampagne

  1. Karsten sagt:

    Du könntest dir auch mal Legends Anglerre angucken, das hat auch Regeln zur Abbildung von Konflikten zwischen politischen Einheiten aller Größen. Sie sind weniger abstrakt als die Company Rolls und vereinfachen dennoch heftig. Praktisch macht FATE aus allem einen Charakter, der dann so Fertigkeiten wie „Bodenstreitkräfte“, „Spionage“ oder „Einfluss“ hat. Über Aspekte werden dann die regionalen Besonderheiten und Charakterzüge des Völkchens abgebildet, große Reiche haben mehr Fertigkeitspunkte als kleine.

  2. Christoph sagt:

    Danke für den Tip, werde ich mal machen. Kommt ja dann auch darauf an, wie die Gruppe spielen will, ob eher klassisch oder mit Fate-Regeln.

  3. yog slogoth sagt:

    Also ich fand die Company Erstellung mit Reign schneller und einfacher als mit LoA. Aber ich habe das bisher erst einmal gemacht.

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